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Die Dienstagshunde

Jeder weiß es inzwischen. Dienstagsnachmittags bin ich nicht erreichbar. Da ist der  wöchentliche Hundetreff. Seit Jahr und Tag.  Meist bei Margit.  Im Sommer auf ihrer  Terrasse, im Winter im geheizten Schuppen. Zuerst führen wir uns bei einer Tasse Kaffee,  das neue Leuchthalsband, eine neue Übung oder das Intelligenzspielzeug vor. Tauschen aber auch Futter- oder Tierarzterfahrungen der letzten Woche aus.  Unsere anschließenden Gassirunden führen  ein Stück durchs Dorf und dann über Wiesen oder ins  Kemlitztal. In wechselnder Besetzung  von zwei bis fünf Menschen mit vier bis acht Hunden. Und mit kleinen Übungen zwischendurch.

Hier sollen sieben Wuffs sitzend für ein Angeberfoto warten. Aber
der Teenie Pauli ist bereits auf dem Sprung zu Frauchen.

Bevor alle in Position sind, sieht das dann so aus.


Ich bin mit meinen zwei "Jägern" bei diesen Runden immer besonders am Arsch. Die sonst ausreichende Erziehung der beiden Cocker funktioniert in Kombination mit größeren Hundegruppen, schwatzenden Frauen und plötzlich lockenden Wilddüften nicht so doll. Mal pest Brummelbruno mal in einem unbeobachteten Moment solo ab, oder Darja verleitet Margits Pauli kurz zu einer wilden Hatz nach Vöglein weit über die Äcker. Das sieht zwar niedlich aus, ist aber immer unerlaubte Jagd. Und - wenn einmal der Schalter umgelegt ist - hat der Besitzer im Sinne des Wortes das Nachsehen.

Beim Fotostopp am Bach mit Margit, Birgit und Conni hat
von der vierbeinigen Truppe nur Darja die Leine am Hals.
Trotzdem sind sie immer wieder schön: unsere Dienstagsrunden in immer mal wechselnder Besetzung. Unterbrechen sie doch sonstige Gewohnheiten. Wir lernen also u.a. mit Pannen und Aufregern unterwegs umzugehen. Auch die spannenden Interaktionen unserer Vierbeiner bieten reichlich Stoff für Diskussionen. Aha, jetzt erst versteht man (manchmal!!), was Fernsehtrainer XY gemeint hat. Oder wir sehen durch Blicke von unseren realen Hundefreunden einiges anders. So jüngst geschehen, als Birgit mit ihrem Freddy neu hinzu kam und uns Paulis Verhalten erklärte.

Pauli (z.v. r.) soll sich einordnen lernen und nicht immer vordrängeln
und Kira (links) schaut sich an, was passiert.

Und hier ist Karin mit ihrem Osito mit von der Partie. 
Ich kann jedem Hundehalter nur solche oder ähnliche Runden mit Gleichgesinnten wünschen. Menschen und Hunde müssen dabei nicht immer einer Meinung sein.


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