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Entspannt Warten

 Teil 3  - kleine Alltagstipps für Hundeleute.  Warten auf sicherem Platz   

Der sichere Platz  

Grillen bei Freunden: Bruno und Darja warten in Sichtweite auf ihren Plätzen.   

Zur Hundeausbildung gehören Kommandos wie Fuß, Sitz und Platz. In der sportlichen Facette soll der Hund - sobald Platz angesagt wird -  sogar aus vollem Speed und mit  Karacho in Bauchlage plautzen und dort verharren. Diese Art von "Platz" als reine Unterordnung brauchen und wollen die meisten von uns nicht. Aber  fürs Miteinander ist es dennoch äußerst hilfreich, wenn sich unser Hund immer  auf einen Platz schicken lässt und dort bis zur "Auflösung" dieser "Ansage" auch bleibt. Zum Beispiel, wenn wieder mal der große Unbekannte daheim an der Tür läutet und der Hund ihn (völlig berechtigt) lautstark anmeldet. Aber er soll sich danach ja nicht Besuchern oder Geldbriefträgern gegenüber als Hausherr aufspielen. Wir sind die Hausherren. Wir lassen Geldboten ein oder schicken Missionare aller Art wieder von dannen. Dass es unser Job ist, das müssen wir den Lieblingen halt vermitteln. Schöner Nebeneffekt dieser Übung: Ob bei Besuchen anderswo, in Restaurants und Tierarztpraxen - von einem Hund, der dort ruhig wartend auf einem Platz liegt - profitieren wir alle.    

Wie diese andere  Art "Platz" beibringen?   

Zu Beginn wie bei allen neuen Dingen im sicherem Zuhause bzw. gewohnter Umgebung und lieber nur zweimal kurz üben. Dann erst zeitlich steigern und die Orte wechseln. Hunde lernen übrigens lebenslang und können sich schnell an neue Regeln halten, wenn diese ihnen Sicherheit geben. Anfang das Lob nicht vergessen.  

  • Soll  der Hund auf einen Platz daheim gehen geben wir ein Lautsignal (z.B. Decke), führen ihn dorthin, lassen ihn hinlegen. Anfangs nur eine, dann paar Minuten.  
  • Anfangs kann es sogar der gewohnte Liegeplatz sein, auf den wir Schnuffi zum Warten schicken.  
  • Das zwei- bis dreimal täglich kurz üben. Immer ein Lob, wenn Hundchen liegen bleibt. Dann werden die "Wartephasen" länger und wir entfernen uns weiter. Bis wir letztlich auch mal kurz außer Sicht sind.   
  • Aber dann Leute!!! Der Mensch muss auch immer Kommandos auflösen.  Dem Schnuffi sagen, das er jetzt wieder aufstehen und rumlaufen kann. Und bitte, kein Leckerchen für das Verlassen des Platzes!!!  Sonst ist das ja Belohnung dafür. Statt dessen lieber: Decke einsammeln mit dem Hund eine kleine andere Übung machen.  
  • Und dann: in die Fremde mit dem neuen Kommando und dem Hund. Erst zu Bekannten. Dort dann die von den Übungen her gewohnte ausbreiten und den Hund ablegen. Und eben nicht erlauben!!!, dass die Freunde den "armen" fernab vom Esstisch wartenden Hund bedauern. Oder ihn gar abrufen, ihm Leckerchen zustecken.   

Baby Darja vor 10 Jahren. Als ich "ihre" Decke mal nicht 
mithatte, fühlte sie sich auch auf meinem Beutelchen sicher.   


Zugegeben - wirklich entspannt ist Darja beim Warten in der 
Tierklinik bis heute nicht. Aber sie bleibt auf der Decke.   

  1. Bisher hier als kleine Erziehungstipps erschienen: 

  • Ohne Ziehen an der Leine gehen wir 
  • Das ultimative Verbotswort nein

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