Direkt zum Hauptbereich

Brings her! Gib es ab!

 

Die Möhre als ein kostenfreies Hundespielzeug - und völlig ungefährlich 

A lso das ist sie: meine Lady Darja. Bald 10 Jahre alt und so eine Art Assistenzhund. Von klein auf hat sie u.a. gelernt, Dinge vorsichtig aufzunehmen, abzugeben und gegen Leckerchen und/oder Streicheleinheiten zu tauschen. Daheim  profitiere ich mit jedem Jahr mehr davon, wenn das Cockerchen - von mir beauftragt oder selbstständig  in Hoffnung auf ein Tauschleckerchen -  alle erdenklichen Dinge aufhebt und gibt. 

Mit dieser eben so vorsichtig-schlauen Hündin musste ich als Oma keine Angst haben, dass sie sich mal ein geworfenes Stöckchen in den Rachen spießt oder in schierer Beutegier eine Kastanie runterschluckt. Über Notoperationen danach wissen Tierärzte Lieder zu singen. Ja, ich empfehle Möhren oder halbierte Äpfel durchaus als Stöckchenersatz für alle Hundeleute, die bisher gern Stöckchen als Beschäftigung werfen.  Zum einen sind Möhren ungiftig, sofern der Hund die Apportieraufforderung negiert und seine Beute verschlingen will. Er kann sie nicht verschlingen, muss sie kauen. Zum anderen kann man anspruchsvollere Tauschgeschäfte im Hundesport sagt man Apportieren bzw. die bedingungslose  "Beuteabgabe" essbarer Dinge so ganz gut anlernen. 

Für Fremde hab ich Filips Behinderungen
auf dem Halsband gekennzeichnet. 

Nun wohnt hier inzwischen auch der Zweitcocker Filip, der kaum noch was sieht und nix mehr hört, aber als doppelt eingeschränkter Hund in seinen besten Jahren auch beschäftigt werden möchte. Drei seiner fünf Sinne hat der nette Junge ja noch.  Und so habe ich (bei den Gassi-Gängen) in Meterschritten angefangen, ihn etwas Verstecktes suchen zu lassen. Und (das ist der Plan) mir abzugeben. Das fällt dem Filip noch ziemlich schwer. Er hält bislang an seiner Möhre fest. Aber wir kriegen das noch hin. 

Möhre gefunden - aber die ist jetzt meine!!

       Und 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Dorfjugend hat gefeiert

 Schock bei der täglichen Hunde-Morgenrunde. Wie sieht es denn hier aus? So eine Sauerei!  Oma zückt empört ihr Handy. So kann man doch einen Grillplatz am lauschigen und ehrenamtlich liebevoll gepflegten Schlegeler Teich nicht hinterlassen. Also diese Jugend von heute. Da kriegt man als Uroma einen dicken Hals.  Salate und Würste. Aber Wolf, Fuchs und Waschbär haben sich nach dem nächtlichen Krach noch nicht da ran getraut.   Gerade als ich eine andere Gassigeherin vor herumliegenden Bratwürsten und verstreuten Erdnusschips warnte, da knatterte es plötzlich hinter der Hecke. Heran rollten ein halb Dutzend Mopeds. Darunter welche mit Anhänger. Grüßend wurde uns unter den Helmen zugenickt.  Hier fuhr offenbar das Aufräumkommando der nächtlichen Partygesellschaft an den Teich. Und die haben ihren gesamten Müll am Tag nach der Party nicht nur flugs wieder aufgesammelt, sondern auch mitgenommen.    Die Moral von der Geschicht? Man sollte als Oldi nic...

Ein toller Gasthund

  Darja war lange die "Behindertenbeauftragte" für den behinderten Filip Drei Monate ist der freundliche ex-Ukrainer Filip nun schon im Hundehimmel. Und Cockerchen Darja und ich sind nach ihm  - dem zweiten Zweithund - wieder allein. Seither überscrolle ich tapfer all die traurigen von Tierschutzleuten verfassten Hilferufe oder die von Tierheimen geposteten Adoptionsangebote. Warum? Nun, wer sich als alleinstehender Mittsiebziger einen Zweithund oder gar einen Welpen ins Haus holt, der ist für mich kein wirklicher Hundefreund. Z.B kann man für nur einen Hund posthum dessen Übernahme regeln. Aber wer von der Familie oder Freunden soll gleich zwei Tiere übernehmen?  Rechts posiert hier kein neuer Zweithund, sondern Omas zeitweiliger Gasthund Cassey. Die schon 13-jährige Hündin meiner Hundefreundin war wegen Abwesenheit ihrer Leute nur mal drei Tage hier und hat mir dabei spannende Einblicke in Sachen Kommunikation und Anpassung ermöglicht. Auch die kleinen Einblicke in das ...

Ein Kobold im Haus

Oh nein, hier geht es nicht um die kleine Spukgestalt. Gemeint ist ein Haushaltgerät. Warum ich einem solchen Teil viele Worte widme? Nun, meine Haushaltambitionen beschränken sich - der Ordnung halber - auf das Notwendige. Mehr muss nicht sein. Diese Grundeinstellung wirkt sich auf die putztechnische Ausstattung aus. Während meine Hundefreundinnen über neueste Saugroboter, über Dampfreiniger und Milbenvernichter Bescheid wissen und viele elektrische Putzhelfer ordern, probieren und auch mir wärmstens ans Herz legen, reichen mir unverzichtbare Hilfsmittel.   Eine West-Kult-Marke: mein neuer Oldi-Sauger Zu denen gehört ein Staubsauger. Möglichst einer, der monstermäßig Tierhaare aus Ecken und Teppichen holt und auch sonst robust ist. Aber dafür drei- oder gar vierstellige Beträge ausgeben? Nee, ich nicht. Mehrere Staubsauger rollten in den vergangenen Jahrzehnten durchs Haus, wurden Treppen rauf und runter getragen und haben mal mit, mal ohne teure Beutel ihren Dienst getan. Ke...