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Wenn der Hund verloren ginge

 

Im eigenen Grundstück kennt sich Filip aus. Draußen ist die lange Leine seine Orientierung  
B in ich aber froh!! Die junge Berner Sennenhündin, die hier in der Gegend ihren Urlaubsbetreuern ausgebüxt war und drei Tage umherirrte - sie ist wieder daheim. Wohlbemerkt wohlbehalten daheim. Das ist so selbstverständlich nicht. Zwar bremsen die meisten Autolenker angesichts kurzzeitig herrenloser Hunde vor ihrer Motorhaube und verständigen schnell soziale Netzwerke und/oder Polizei und Tierschützer, aber wenn so ein Tier die Straßenseite plötzlich wechselt, kann es schon zu spät sein. Es kommt unter die Räder. So geschehen meinem Brummelbruno vor vier Jahren. Nie wieder in meinem restlichen Menschenleben möchte ich einen angefahrenen Hund von der Straße klauben müssen.  
Brummelbruno mit Darja - ein Traumteam, aber da Jäger auch manchmal Alptraum 

Der Brummelbruno, er hatte alle seine fünf Sinne beisammen. Und war ein großer Jäger. Der neue Zweithund Filip hingegen ist unterwegs nur auf seine Nase und seinen Tastsinn angewiesen. Das steht auch auf dem Zettel im Täschchen, dass an seinem Geschirr befestigt ist. Doch wer bekäme ihn überhaupt zu fassen, um das Täschchen aufzumachen und mich oder andere zu verständigen? Der taubblinde Junge schnuppert zwar kurz an fremden Leutchen, aber trabt dann gleich wieder weiter, wenn die nicht nach mir oder Zuhause riechen. Was würde also passieren, wenn dieser behinderte Hund aus meinem Einflussbereich entweicht? Einen kleinen Geschmack davon bekam ich gestern. Da machte es auf der heimischen Abendrunde kurz "Krrzsch" - und dann hielt ich nur noch das Handteil der Flexi-Leine mit nem gerissenen Seilstück in der Hand. Und mein Filip trabte von dannen. Da - auch behinderte - Rüden aber immer mal was zu schnuffeln und zu markieren haben, konnte ich den versehentlichen Ausreißer joggend einholen. Boahh!! Noch einmal gut gegangen. 

Aber vielleicht sollte ich jetzt doch mal die Sache mit dem GPS-Tracker angehen? Zum Beispiel, wenn ich mit den beiden Cockern in Urlaub fahre?  Und ich frage jetzt mal andere Besitzer sensorisch behinderter Wuffs. Wie macht ihr das?  Was empfehlt ihr? Ich schrecke vor der Anschaffung eines Trackers mit Abo und Gebühren noch zurück. Nicht nur wegen dem Abo, sondern aus rein praktischen Gründen. Man geht entweder mit seinen zwei Hunden, oder latscht mit dem Handy vor der Nase hinter einem Hund mit Sender am Halsband her. Beides muss immer aufgeladen sein und nach oben hin Empfang haben.  Also nicht nur der Check ob Kacktüten an Bord und Dummys für Suchübungen in der Tasche sind, sondern auch, ob die Satellitenortung funktioniert. 

Die bräuchten wir an 333 Tagen im  Jahr zwar gar nicht, aber in Urlaubs- und Besuchsorten der restlichen Zeit vielleicht doch mal.                  


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