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Die behüteten Hunde


Mein  geliebtes gemischtes Cocker-Doppel 

Wahrscheinlich steuere ich dieser Tage auf eine innerfamiliäre Blamage zu. Das dämmerte mir, nachdem ich gerade das Buch über Heliokopter-Eltern  "Verschieben sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag" aus der Hand gelegt hatte. Nein liebe Blogleser!! Ich habe keine kleinen Kinder mehr, die sorgend umschwirrt werden wollen. Aber dafür zwei ganz nette Cockerchen im Haus. Deren Wohlbefinden ebenfalls lebenswichtig für mein eigenes Befinden ist. Wehe, eines des Hundchen hustet dreimal oder hat Bauchweh. Oder frisst dauernd Gras. Oder guckt mich wehleidig an. Dann ist es vorbei mit mir als cooler Hundeoma, die anderen gern Ratschläge wie,  "warte erst einmal ab, nur keine Panik" durchs Telefon reicht.  
Die bei eigener Betroffenheit statt dessen hastig und mit Blutdruck 220 bei Dr. Google die jeweiligen Unwohlanzeichen des Lieblings eintippt!  Ach ja - und welcher hiesige Tierarzt hatte nochmal heute Notdienst? Zur eigenen Verteidigung kann ich nur ins Feld führen, dass eines der Hundchen schwerstbehindert und das andere empfindlich und äußerst sensibel ist. Da muss man als Hunde-Oma halt besonders behütend sein. Oder? 
Zum Beispiel muss man im Fall eines Hundesittings durch andere Mendschen - wohlgemerkt im gewohnten Zuhause der Lieblinge - alles gut vorbereiten. Wie sonst könnte ich mit meinen Freundinnen eine dreitägige Auszeit ohne Hunde!!! im oberpfälzer Sibyllenbad überhaupt wagen, geschweige denn diese Tage entspannt genießen? 

Oma "hilft" selbst  zwei Tierärzten - hier in der polnischen Tierklinik.

Kurzum, eigene Abwesenheit will für die Lieblinge gut vorbereitet sein. Also schrieb ich zunächst einen ellenlangen Spickzettel: 
  • Wann die Cocker in der Regel aufstehen, wie weit sie beim Gassi bis zum großen Geschäft schaffen 
  • Dass nach dem Frühstück geschlafen wird und wo der uns immer angiftende Gartenzwerg wohnt
  • usw. usf.  - bis zur abendlichen Spiel- und Streichelzeit und den beliebtesten Spielen
Das alles habe ich natürlich nicht als Aufgabenliste formuliert, sondern geschickt in Hinweise und "beiläufige" Vorschläge verpackt. Aber erst nach den Buch - wohl gerade noch rechtzeitig - fiel mir ein, dass meine Tochter als Hundebetreuerin wohl kaum Spickzettel  und ellenlange Anleitungen  benötigt. Schließlich hatten wir Zeit ihres Lebens immer schon Wuffs und sie sogar recht große Kaliber. Es gibt eben nicht nur Heliokopter-Eltern, sondern auch Heliokopter Hundeomas. Na gut, aber welcher Tierarzt Dienst hat und wo die Erste-Hilfe-Kiste für Hunde steht, das schreibe ich schnell noch auf. Und vielleicht noch, wo die Ersatzleinen liegen? Und . . . 
Jedenfalls muss ich jetzt aufhören. Es gibt noch viel zu tun, damit es meinen zwei Schätzchen auch ja an nichts fehlt, wenn ich mal drei Tage weg bin. 

Nachklapp: 

Und sie haben es überlebt!  









 

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