Direkt zum Hauptbereich

Wärmende Lichter

 

Foto: Chantelle Thompson Pixabay

Alle Jahre wieder: Kaum liegen die letzten Blätter als Matsch auf dem Weg wird es dunkel. Immer schneller und täglich zeitiger. Jetzt heißt es: depressive Winterstimmungen möglichst gar nicht erst über die eigene Schwelle lassen. Ich krame dann die Teekanne hervor und staube das Duftstöfchen ab. Und jetzt her mit der großen Kiste, in der Fenstersterne und Lichterketten aller Art ihre Sommerruhe hielten. Wie kann man die und vor allem schick um Tannenzweige oder in Glasvasen drapieren. Neue Dekoideen sind gefragt. Damit ist ersten innerlichen Schlechtwettertiefs schon mal Einhalt geboten. Bei mir stehen außerdem dann lauter freundlich flackernde Kerzen herum. Neuerdings allerdings nur noch künstliche – wegen der Hunde. Und mit Timer – wegen der Stromkosten.

Sinkt die Stimmung trotzdem in den Keller – das passiert in der Regel Ende November - heißt es, noch stärker gegenhalten. Ich stelle dann eine Schale Nüsse neben den Lesesessel. Und bestelle bei Alexa oder Spotify per Zuruf passende Musik für oder gegen die momentane Stimmung. Bevorzugte Bücher und Filme sind heitere Abenteuer. Gern auch mal ne süße Schnulze. Damit lässt es sich bei bei Tee und Kerzenschein vor dem (echten) flackerndem Kaminofen im Lesesessel träumen. Nicht nur Kinder lieben schöne Märchen. Auch wir Alten möchten uns - besonders an feuchten dunklen Wintertagen - weit weg versetzen von den Wehwehchen.

Ein Stück weit durch dunkle Abende helfen Tee und wärmende Lichter. 




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ein toller Gasthund

  Darja war lange die "Behindertenbeauftragte" für den behinderten Filip Drei Monate ist der freundliche ex-Ukrainer Filip nun schon im Hundehimmel. Und Cockerchen Darja und ich sind nach ihm  - dem zweiten Zweithund - wieder allein. Seither überscrolle ich tapfer all die traurigen von Tierschutzleuten verfassten Hilferufe oder die von Tierheimen geposteten Adoptionsangebote. Warum? Nun, wer sich als alleinstehender Mittsiebziger einen Zweithund oder gar einen Welpen ins Haus holt, der ist für mich kein wirklicher Hundefreund. Z.B kann man für nur einen Hund posthum dessen Übernahme regeln. Aber wer von der Familie oder Freunden soll gleich zwei Tiere übernehmen?  Rechts posiert hier kein neuer Zweithund, sondern Omas zeitweiliger Gasthund Cassey. Die schon 13-jährige Hündin meiner Hundefreundin war wegen Abwesenheit ihrer Leute nur mal drei Tage hier und hat mir dabei spannende Einblicke in Sachen Kommunikation und Anpassung ermöglicht. Auch die kleinen Einblicke in das ...

Warum Rentner nie Zeit haben

 Das liegt unter anderem an lauter neuen Herausforderungen der neuen Zeit. Nehmen wir nur mal die bestellte Gartenbox. Ein einfaches Klicksystem stand in der Beschreibung bei der Bestellung. Allerdings erwies sich die Gebrauchsanleitung als ein Bilderrätsel.  Was ist hinten? Was vorn?  Einmal falsch gesteckt - und nicht mehr korrigierbar Kurz mal Klick und Klack und schon sollte die etwas wacklige Plaste zusammen gesteckt sein. Denkste! Einmal ein Teil zu zeitig falsch gesteckt und schon geht nichts mehr in Richtung Fertigstellung. Es kostete mich zweimal eine Stunde sowie zwei lange Verschnauf- und Denkpausen und gefühlt einen Liter Schweiß ehe die Gartenbox dann doch fertig war. Zwischenzeitlich hatte ich sogar an meinem Verstand gezweifelt. Bis dann alle örtlichen Hundefreunde bekannten, das der Zusammenbau von Gartenboxen auch für sie eine zeitliche und geistige Herausforderung gewesen ist.  Ein anderer Zeitschlucker: Meine liebste Freundin hat eine große Feier. ...

Zwei höfliche Jungs

Manchmal gibt es spannende Begegnungen und Beobachtungen quasi vor der Haustür. Hier hatte ich mit der schwarzen Casey für ein paar Stunden einen Gasthund.   Na ihr Mädels, lasst doch mal riechen Und dabei war der Freilauf zwischen Dorf- und Feldrand für die 13-jährige Besuchshündin schon ein Abenteuer und für uns beide Training. Muss doch der Abruf bzw. das Dirigieren an den Grünstreifen schnell und prompt klappen, wenn Autos diese Spielstraße nicht langsam genug herankommen. Mein Cockerchen Darja - Vorzeigehund solange kein jagdbegeisterter Artgenosse animierend mitläuft - machte ihre Sache gut. Und dann kamen zufällig aus dem Nachbarort die großen Jungs mit ihrem Herrchen. Beide größer und dreimal schwerer als die Mädels. Beide begeistert, unterwegs mal wieder Artgenossen zu treffen. Beide aber auch gehorsam und gut sozialisiert. Sonst hätte ich diese Situation nicht  so "laufen" lassen.     Soziale Kompetenz wird bei der Kontaktaufnahme deutlich. Da wir...